Viele Krankenhäuser arbeiten emsig daran, die Zugangssicherung für Gebäude(teile) und zum Netzwerk gleichermaßen zu verbessern. Dabei müssen sie Gruppen- durch Einzelkonten ersetzen und die Komplexitätsanforderungen an Passwörter verschärfen.
Gedächtnisstützen
Die verbesserte Zugangssicherung nützt dem Schutz der Patientendaten und dient als Mittel gegen Datenmissbrauch, erschwert jedoch den Zugang auf Systeme und Anwendungen für Pflegekräfte. Dabei müssen diese schnell auf Daten zugreifen können, und das oft aus mehreren Anwendungen und von verschiedenen Arbeitsstationen aus. Vielfach sind daher Gedächtnisstützen im Einsatz: Passwortzettel kleben unter der Tastatur, Mitarbeiter arbeiten unter dem Namen von Kollegen usw. Um das zu vermeiden, können Pflegekräfte mit Single Sign On (SSO) bei optimalem Schutz schnellen Zugang auf Anwendungen und Systeme erhalten. Der Benutzer erhält nach der ersten Windows-Anmeldung automatisch Zugriff auf alle für ihn freigegebenen Anwendungen und Systeme. Die SSO-Software fängt im Hintergrund alle Anmeldeschirme ab, trägt automatisch die nötigen Passwörter und Benutzernamen ein und bietet so schnellen Datenzugriff. Der Benutzer muss sich jetzt nur noch ein Passwort merken. Für noch mehr Benutzerfreundlichkeit ist SSO mit einer Smartcard kombinierbar. Damit muss der Benutzer lediglich diese Smartcard auf ein Lesegerät legen.
Mit Zugangspass anmelden
Neben dem Netzwerkzugang ermöglichen Smartcards zusätzlich Follow-Me-Druck, Zugang zu physischen Räumen und das Bezahlen in Restaurant und Parkhaus. Durch die vielen Funktionen des Passes trägt ihn der Benutzer außerdem stets bei sich. Verfügen Mitarbeiter über Zugangspässe, ist deren Ausgabe und Einzug natürlich unbedingt an ein Dienstverhältnis zu koppeln, damit ausgeschiedene Mitarbeiter keinen Zugang auf das Gebäude oder dessen Teile haben. Mit einer Identity Management-Lösung lassen sich die Daten aus dem Personalsystem automatisch an die Verwaltungsapplikation des Zugangssystems anbinden.

Eine Identity Management-Lösung (IdM) verbessert auch die Verwaltung logischer Zugangsrechte. So kann das Ausscheiden oder der Abteilungswechsel einen automatischen Abwicklungsvorgang oder eine automatische Anpassung der Zugangsrechte definieren. Die IdM-Lösung ermöglicht eine automatische Kopplung zwischen den Vertragsdaten von Mitarbeitern im Personalsystem und dem Active Directory.